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NATIVE WINDOWS x64 · VERSION 1.0.1

bit-line Dump Browser

Dein Dump. Ohne Server.  ·  Lokales Handbuch

Status dieses Builds (Start-Hotfix 1.0.1): Die PE-Startkonfiguration aus 1.0.0 wurde korrigiert; der Kern wurde erneut getestet. Bitte in einen neuen Ordner entpacken. Die grafische Anwendung wurde in der Buildumgebung nicht unter Windows ausgeführt und ist nicht codesigniert. Die noch offene Windows-Abnahme steht in docs/WINDOWS-ABNAHME.md. Vor produktiver Nutzung zunächst die Demo und eine Kopie deines Dumps prüfen.

01   Entpacken. Starten. Erkunden.

Das gesamte ZIP in einen normalen Ordner entpacken, zum Beispiel Dokumente\Bit-Line-Dump-Browser. BitLineDumpBrowser.exe per Doppelklick starten. Nicht nur innerhalb der ZIP-Datei ausführen: Die Demo liegt im Unterordner samples.

Es sind keine zusätzliche Laufzeit, kein MySQL, kein lokaler Webserver und kein Administratorrecht vorgesehen. Zielplattform ist Windows 10 ab Version 1703 oder Windows 11, jeweils x64. Die EXE verwendet ausschließlich vorhandene Windows-Systembibliotheken.

Demo laden öffnet samples\bitline-demo.sql: 2 Datenbanken, 8 Tabellen, 7.230 Datensätze, 2 Views und 1 Routine als DDL. Sämtliche Daten sind synthetisch. Einen eigenen Dump mit Dump öffnen … auswählen oder die Datei ins Fenster ziehen. ZIP/GZIP vorher entpacken.

BitLineDumpBrowser.exe "D:\Backups\mein-dump.sql"

Das Programm benötigt den unveränderten Dump auch nach der ersten Indexierung. Der Index ist keine eigenständige Datenbankkopie.

02   Von der Datenbank bis zum Eintrag

Links liegt die Hierarchie Dump → Datenbank → Tabellen → Tabelle. Das Suchfeld darüber grenzt Datenbank- und Tabellennamen ein. Views und Routinen erscheinen in separaten Gruppen, soweit der Parser ihre DDL direkt erkennt.

AnsichtInhalt
Daten100 Datensätze pro Seite, im Originalablauf des Dumps. Die Spalte # ist eine Anzeige-Nummer, kein MySQL-Primärschlüssel.
StrukturSpaltennamen und Originaldefinitionen mit MySQL-Typen. Übergreifende Keys und Constraints stehen im CREATE-Text.
Original-SQLErfasste CREATE-DDL. Keine ausführbare Konsole und kein SQL-Editor.
Import-HinweiseWarnungen zu nicht interpretierten Anweisungen sowie grundsätzliche Semantikgrenzen.

Mit den Pfeilen blättern oder eine Seitennummer eingeben und Los drücken. Ein Doppelklick auf eine Zeile öffnet die Datensatzdetails. Rechts werden ausgewählte Werte und die Originalposition angezeigt; auf kleineren Fenstern entfällt dieser Seitenbereich.

NULL, fehlende INSERT-Spalten, Binärwerte und nicht ausgewertete SQL-Ausdrücke bleiben unterscheidbar. Zell- und Detailvorschauen sind begrenzt; ein Auslassungszeichen kennzeichnet gekürzte Werte. Für die vollständigen Originalbytes einer Zeile SQL-Tupel … verwenden.

03   Die richtigen Zeilen finden

Spalte oder Alle Spalten auswählen, Operator und Suchtext angeben, dann den Filter anwenden. Die Suche läuft über die ganze Tabelle, nicht nur über die sichtbare Seite. Ein neuer Filter ersetzt den bisherigen; er wird nicht als zusätzlicher AND-Filter kombiniert.

OperatorBedeutung
enthältText kommt irgendwo im dekodierten Feld vor. Keine Wildcards oder regulären Ausdrücke.
entspricht / ist gleichExakter Textvergleich. 1 und 01 sind verschieden.
IS NULL / IS NOT NULLEchter NULL-Zustand; eine ausgelassene INSERT-Spalte ist nicht NULL.

Textfilter beachten Groß-/Kleinschreibung. Unter „Alle Spalten“ genügt eine passende Spalte. Mit dem Rücksetzen-Button wieder alle Zeilen anzeigen. Die Auswahl UTF-8 / Windows-1252 / Latin-1 steuert Anzeige, Suche und CSV; nach einem Wechsel wird ein aktiver Filter verworfen.

CSV exportieren

CSV exportieren schreibt die gesamte ausgewählte Tabelle oder alle Treffer des aktiven Filters – nicht nur die Seite. Format: UTF-8 mit BOM, Semikolon, CRLF, gequotete Felder. NULL wird als \N, eine ausgelassene Spalte als [nicht im INSERT] und ein NUL-Byte in Text als \0 ausgegeben. Binärwerte bleiben Hex-/Bittext. Formelverdächtige Textwerte und Überschriften erhalten ein führendes Apostroph.

CSV ist ein Analyseexport, kein verlustfreies Backup. Marker können mit Originaltext kollidieren; Zeichensatzersatz und Formelschutz können Text verändern. Das SQL-Rohtupel enthält dagegen die Originalbytes zwischen den äußeren Klammern, aber keinen INSERT-Kopf und keine komplette Wiederherstellungsdatei.

Exportvorgänge schreiben zuerst in eine temporäre Datei neben dem Ziel. Bei kontrolliertem Abbruch bleibt ein bereits vorhandenes Ziel erhalten. Nach einem harten Prozessabbruch können .bitline-part-*-Dateien zurückbleiben.

04   Große Datenmengen ohne Ganzdatei im RAM

Der erste Durchlauf scannt die Datei blockweise und schreibt einen 64-Bit-Positionsindex auf die Platte. Ein Datensatz benötigt 16 Byte Index; eine Million Zeilen etwa 15,26 MiB zuzüglich Schema und Metadaten. Die Oberfläche lädt 100 Zeilen pro Seite und springt direkt zu deren Positionen.

Ein Filter muss die Tabelle vollständig durchlaufen. Treffer werden ebenfalls auf Platte abgelegt, mit bis zu weiteren 16 Byte pro Zeile. Für Exporte ist zusätzlich Platz in Größe der Ausgabe nötig. Schnelle lokale Datenträger helfen; es gibt keine feste Geschwindigkeits- oder RAM-Garantie.

%LOCALAPPDATA%\Bit-Line\DumpBrowser\Cache

Cache öffnet den Ordner. Neu indexieren baut den Index erneut auf. Zum Löschen alter Caches zuerst die App schließen. Der Cache wird nicht automatisch alters- oder größenabhängig aufgeräumt. Er enthält unverschlüsselte Dateipfade, Schema und Positionsdaten. Die EXE ist installationsfrei; der Cache liegt jedoch im Benutzerprofil und nicht neben der EXE.

Die Wiedererkennung verwendet Pfad, Dateigröße, Änderungszeit sowie Stichproben am Anfang und Ende – keine kryptografische Prüfung der ganzen Datei. Den Dump nicht nachträglich manipulieren. Bei Zweifel neu indexieren. Derselbe Dump-Cache kann nur in einer Instanz gleichzeitig geöffnet sein.

05   Bewusste Grenzen

Das Programm zeigt vorhandene INSERT-/REPLACE-VALUES-Tupel. Es führt kein SQL aus und simuliert keinen MySQL-Endzustand. UPDATE/DELETE, Defaults, generierte Spalten, Constraints, REPLACE-Konflikte und ON-DUPLICATE-KEY werden nicht angewandt. SQL-Ausdrücke sind als solche markiert. Views und Routinen werden nur als Text angezeigt, nicht berechnet.

Code in MySQL-/MariaDB-Versionskommentaren wird bis auf unterstützte SQL_MODE-Zuweisungen nicht interpretiert. Insbesondere Versionskommentar-Views/Routinen sind nur eingeschränkt erfasst. Kein INSERT SELECT/SET, LOAD DATA, Binlog, beliebiger SQL-Dialekt, SQL-Query-Editor, JOIN, globale Sortierung oder Bearbeitung.

Ein einzelnes Tupel bis 64 MiB lässt sich dekodieren. Größere Tupel unter 4 GiB können indexiert und roh gespeichert werden; Vorschau, Filter und CSV stehen dafür nicht zur Verfügung. Maximal 4.096 Spalten. Breite Schemata und große Einzelwerte können erheblichen Arbeitsspeicher benötigen. Normale Vorschau: bis 256 Byte je Zelle, Details bis 64 KiB je Feld und 2 MiB insgesamt.

Die vollständige Liste steht in docs/KOMPATIBILITAET.md; Aufbau und Speicherverhalten in docs/ARCHITEKTUR.md. Die kleinen Leistungszahlen aus dem ursprünglichen Designbild waren illustrative Beschriftungen, keine Messergebnisse der Windows-Anwendung. Maßgeblich ist der beiliegende Testbericht.

06   Bedienung, Sicherheit und Fehlersuche

TasteAktion
Strg + ODump öffnen
Strg + FDatenfilter fokussieren
EnterIm Such- oder Seitenfeld anwenden
Alt + ← / →Vorherige / nächste Seite
Strg + CIm Datengitter die sichtbare Zeilenvorschau als TSV kopieren, nicht die ungekürzten Werte
EscLaufenden Datei-Job abbrechen bzw. Detaildialog schließen

Fehler beim Öffnen

Prüfen, ob die Datei entpackt, lesbar und im unterstützten SQL-Format ist. Fehler an einer Byteposition deuten auf eine beschädigte oder nicht unterstützte Anweisung hin. Der Parser schreibt bei unvollständigem Import keinen gültigen fertigen Cache. Importhinweise beachten, bei Cacheproblemen neu indexieren.

Fehler beim Schreiben

Freien Speicherplatz, Schreibrechte im Benutzerprofil und Zielordner prüfen. Nicht die Originaldatei als Exportziel wählen. Eine bereits geöffnete zweite Instanz schließen. Bei sehr großen einzelnen Zeilen auf den Rohtupel-Export ausweichen.

Vertrauen und Datenschutz

Es gibt im Anwendungscode keine Telemetrie, Netzwerkverbindung oder automatischen Updates. Ein Code-Signing-Zertifikat ist nicht enthalten; die EXE ist unsigniert. Die beiliegenden SHA-256-Prüfsummen vergleichen Dateiinhalte, ersetzen aber keine Herausgebersignatur. Sicherheitsschutz nicht pauschal deaktivieren; vor Ausführung den Build gemäß der eigenen Sicherheitsrichtlinie prüfen.

Windows-GUI und reale Produktivdumps müssen noch abgenommen werden. docs/TESTBERICHT.md nennt genau, was tatsächlich geprüft wurde. Sensible Dumps und Exporte nicht ungefragt an öffentliche Dienste übertragen. Zum Entfernen der App den Programmordner und – nach Schließen – den Cacheordner löschen; selbst gewählte Exportdateien separat berücksichtigen.